• ulf aminde
  • Geboren 1969 in Stuttgart (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    BILDET BANDEN, 2012
    EIN CHOR DER AVERSIVEN ANSPANNUNG, 2012


    Ulf Aminde definiert kunstferne Räume als Bühnen seiner auf Partizipation angelegten Arbeiten und nutzt dabei Elemente aus Film, Performance und Bildender Kunst. Für seine aktuelle Rauminstallation verwendet er u.a. Relikte von Aktionen in der Hildesheimer Diakonie Himmelsthür. Die Kunst der sog. „Außenseiter“ ist längst ein gängiger Topos der Kunstgeschichte: Aminde bespielt ihn ohne Trennung in ein „Innen“ und ein „Außen“.

  • olE asElmann
  • Geboren 1979 IN HAMBURG (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    BERLIN — BEIJING, 2012


    Ole Aselmann ist ein „moderner Pilger“,der beispielsweise von Berlin nach Beijing (Peking) gewandert ist. Dabei lässt er die eigene Kultur zurück und setzt sich der Frem- de und der eigenen existenziellen Wahrnehmung aus. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse überführt Aselmann später in den Kunstkontext und schafft raumgreifende Gesamtkunstwerke, in denen Film, Malerei, Musik und Performatives verschmelzen.

  • nairy BaGhramian
  • Geboren 1971 IN ISFAHAN (IR)
    Lebt & arbeitet IN BERLIN (D)



    BUTCHER, BARBER, ANGLER & OTHERS, 2009


    In ihren Skulpturen, Fotografien und Rauminstallationen zitiert Nairy Baghramian aus dem Formenrepertoire der Moderne und verweist zugleich auf historische, soziopoli- tische und ästhetische Themenkomplexe. Die in „Butcher, Barber, Angler & others“ (2009) verwendeten Elemente repräsentieren bekannte Berufsbilder und spielen auch auf eine 1845 von Marx und Engels formulierte Utopie der Arbeit an.

    Butcher, Barber, Angler & others, 2009
    Verschiedene Materialien / various materials, Maße variabel / dimensions variable
    Courtesy: Galerie Buchholz, Berlin, Köln / Cologne; Sammlung Günter Lorenz

  • WinfriEd Baumann
  • Geboren 1956 IN CREGLINGEN (D)
    Lebt & arbeitet IN NÜRNBERG (D)



    OCCUPIED WALL SPACE, 2012
    INSTANT HOUSING: CAGEMAN/LOOPHOLES, 2009
    INSTANT HOUSING: CAGEMAN/ROUGH SLEEPERS, 2009


    Winfried Baumanns Arbeiten kreisen um Themen wie mobiles Leben, Armut und modernes Nomadentum: Seit 2001 entwickelt er Wohnsysteme für „urbane Nomaden“, bei denen Kunst, Design und sozialer Aktivismus inein- andergreifen. Für die aktuelle Ausstellung entwickelte Baumann eine Installation für die Rückfront des Kunst- raums Sterngasse 18 Wohnsystemelemente, die eine Art urbaner Pueblo-Architektur vorführen.

    Occupied Wall Space, 2012
    Baumarkt Sortiment / DIY product range, 11 x 2 x 6 m
    Courtesy: Winfried Baumann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012, Foto / Photo: Uwe Niklas


  • michaEl BEutlEr
  • Geboren 1976 IN OLDENBURG (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    N.N., 2012


    Die in situ entstehenden Rauminstallationen von Michael Beutler beschäftigen sich stets mit den architektonischen Strukturen und ortsspezifischen Besonderheiten einer Ausstellungssituation. Mit alltäglichen Materialien und unter Verwendung von eigens entwickelten Werkzeugen und Apparaten bearbeitet, befüllt und verändert Beutler die Akustik und Atmosphäre eines Ausstellungsortes.

    „Poached Egg“, 2012
    Mixed Media
    Courtesy: Michael Beutler und Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt/Main, Foto: Annette Kradisch

  • john bock
  • Geboren 1965 IN GRIBBOHM/ITZEHOE (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    EIN LÜMMEL DREHT AM WURZELRAD, 2008/12
    EIN CHOR DER AVERSIVEN ANSPANNUNG, 2012


    Das spektakuläre und assoziationsreiche Werk von John Bock vereint Aktion, Installation, Video und Skulptur. Es entwickelte sich aus theoretischen Vorträgen, die Bock mit Requisiten wie Kostümen und Objekten bereicherte, bis er schließlich ganze Räume gestaltete. Die Requisiten verweisen auf körperliche Prozesse und alltägliche Vor- gänge als beliebtes Thema des Aktionskünstlers..

  • ulla von BrandEnBurG
  • Geboren 1974 IN KARLSRUHE (D)
    Lebt & arbeitet in Paris (FR)



    CHORSPIEL, 2011


    Angelehnt an abrollbare Bühnenkulissen des Barock- theaters führt eine spiralförmig aufgestellte Stoffbahn den Weg ins Zentrum der Rauminstallation „Chorspiel“ (2011). Das Landschaftspanorama der Stoffbahn bietet die Kulisse für einen Film Ulla von Brandenburgs, der, als One-Shot in Realzeit gedreht, einer Performance gleicht. Die Ankunft eines Fremden löst bei der Familie im Film unterschiedliche Verhaltensmuster aus.

  • stEfan BurGEr
  • Geboren 1977 IN MÜLLHEIM/BADEN (D)
    Lebt & arbeitet in ZÜRICH (CH)



    THE ILLUSION OF OWNING A THIRD EYE, 2012


    Stefan Burger thematisiert in „The Illusion of Owning a Third Eye“ (2012) ein wissenschaftliches Experiment, durch welches 2010 nachgewiesen wurde, dass der dem Men- schen eigene „Körperplan“ keineswegs unbeirrbar ist. Burgers komplexe Rauminstallation wirkt nun selbst wie eine rätselhafte Versuchsanordnung und stellt zugleich die Frage, ob der eigene Körper tatsächlich ein gesicher- ter Wahrnehmungsraum ist.

    The Illusion of Owning a Third Eye, 2012
    Verschiedene Materialien / various materials, Maße variabel / dimensions variable Courtesy: Freymond – Guth Fine Arts, Zürich / Zurich; Laura Bartlett, Gallery, London

  • marc camillE chaimoWicZ
  • Geboren IM NACHKRIEGSPARIS (FR)
    Lebt & arbeitet IN LONDON (UK)



    JEAN COCTEAU..., 2003 – FORTLAUFEND/ONGOING


    In seiner Rauminstallation „Jean Cocteau...“ (2003 – fort- laufend) führt Marc Camille Chaimowicz eigene und Werke anderer Künstler, Teppiche, Tapeten sowie Möbel und Fundstücke zu einer Hommage an den Freigeist der Pariser Bohème zusammen. Seit den 1970er Jahren ent- stehen diese Raum-Choreographien zwischen Nostalgie und Utopie, Melancholie und Ironie, die die Trennung von freier und angewandter Kunst aufheben.

  • mariEchEn danZ
  • Geboren 1980 IN DUBLIN (IE)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    FOSSILING THE BODY BORDER DISORDER, 2008/12


    Im Fokus der Rauminstallationen, Zeichnungen und Skulp- turen von Mariechen Danz steht der Körper als Bedeu- tungsträger und Symbol ultimativer Verunsicherung. Auch bei ihren Performances arbeitet Danz mit der Präsenz des Körpers, mit Gestik und Mimik, Klang und Sprache. Der Betrachter verfängt sich im Netz individueller Mythologien, deren Erzählfäden sich immer weiter verzweigen..

  • max frisinGEr
  • Geboren 1980 IN BREMEN (D)
    Lebt & arbeitet in BERLIN & HAMBURG (D)



    KOPFBAHNHOF, 2012


    Kurt Schwitters Definition von „Merz“, zwischen allen Din- gen der Welt Beziehungen zu schaffen, könnte auch eine Referenz für Max Frisingers Materialassemblagen bilden. Diese bestehen aus weggeworfenen Gegenständen, die nun zu Bestandteilen einer neuen kompositorischen Ordnung werden. Für „Kopfbahnhof“ (2012) hat Frisinger auch in Nürnberg gesucht und gesammelt und einen Ausstellungsraum befüllt.

    Kopfbahnhof, 2012
    Fundstücke, verschiedene Materialien / finds, various materials
    Courtesy: Contemporary Fine Arts, Berlin

  • PEtrit halilaj
  • Geboren 1986 IN KOSTERC (KOSOVO)
    Lebt & arbeitet IN BERLIN (D), KOSOVO & MANTUA (IT)



    CLEOPATRA, 2011


    Das Werk von Petrit Halilaj ist tief verwurzelt in der eigenen Biografie. In seinen Arbeiten wird die durch den Krieg ab- rupt beendete Kindheit im Kosovo zu einem imaginären Raum aus Träumen und Utopien. Auch die Schmetterlinge der Diainstallation „Cleopatra“ (2011) sind Vexierbilder der Erinnerung: Sie verweisen auf ebenfalls gezeigte Prä- parate des Naturhistorischen Museums von Pristina, die hier in einem Abstellraum verstaubten.

  • jEPPE hEin
  • Geboren 1974 IN KOPENHAGEN (DK)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    FIELD OF VISIONS, 2005 UPSIDE DOWN, 2011


    In der Ausstellung sind zwei optische Kunstwerke von Jeppe Hein zu sehen, die mit gewohnten Sehweisen bre- chen und den Betrachter einbeziehen. Das sechsseitige Objekt „Field of Visions“ (2005) negiert die Erwartung des Betrachters, durch das Loch auf die dahinterliegende Seite zu blicken. Ein Spiegel im Inneren lenkt den Blick nach rechts oder links.

  • christinE & irEnE hohEnBüchlEr
  • Geboren 1964 IN WIEN (AT)
    Lebt & arbeitet IN EICHGRABEN BEI WIEN (AT)



    DINGFESTMACHEN, 2012


    Die Zwillingsschwestern Christine und Irene Hohenbüchler beziehen gemäß dem Prinzip der „Multiplen Autoren- schaft“ oft weitere Personen in ihre Kunstprojekte ein. Auch die ca. 50 mit farbigem Stoff überzogenen Schaum- stoffkuben laden, gleich Steinen eines Baukastens, den Besucher ein, am Kunstwerk mitzuwirken und die rhyth- mische Architektur der partizipativen Installation aktiv zu verändern.

  • saBinE horniG
  • Geboren 1964 IN PFORZHEIM (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    DIE GEGENSTÄNDE ZIEHEN SICH ZURÜCK, 2009
    GROSSES ECKFENSTER, 2012


    Sabine Hornigs Arbeiten verbinden Skulptur, Architektur und Bild, seien es temporäre Einbauten von Fenstern, Wänden und ganzen Zimmern in die vorhandenen Aus- stellungsräume, oder Fotografien von Fensterdurch- brüchen an der Wand. „Die Gegenstände ziehen sich zu- rück“ (2009) und „Großes Eckfenster“ (2012) verbinden ihr fotografisches und skulpturales Werk in hybriden Foto- Skulpturen.

    Die Gegenstände ziehen sich zurück, 2009
    Stahl, Aluminium, Plexiglas, Duraclear / steel, aluminium, plexiglass, duraclear,
    320 x 230 x 150 cm
    Großes Eckfenster, 2012
    Aluminium, Holz, Sublimationsdruck, auf Polyester / aluminium, wood, sublimation print on polyester, 215 x 260 x 150 cm
    Courtesy: Sabine Hornig; Galerie Barbara Gross, München / Munich, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012


  • florian hüttnEr
  • Geboren 1964 IN BAD TÖLZ (D))
    Lebt & arbeitet IN HAMBURG (D))



    UNTERIRDISCHE ENGPASSAGE, 2012


    Florian Hüttner lotet in seinen Arbeiten die Grenzen der Zeichnung durch vielfältigen Medieneinsatz aus. Für diese Ausstellung jedoch sammelte der Künstler Geräusche in der Nürnberger Kanalisation und kombinierte sie zu einer akustischen Kartierung der Stadt. Siebdruckplakate kün- digen die Präsentation des Klangexperiments über den lokalen Radiosender Radio Z* an. *SENDETERMINE: 20.3./24.4./18.5./5.6., JEWEILS 16°°

  • Zilla lEutEnEGGEr
  • Geboren 1968 IN ZÜRICH (CH)
    Lebt & arbeitet in ZÜRICH (CH)



    TORCH (TASCHENLAMPE), 2006
    VOLLMOND, 2008


    Zilla Leutenegger verbindet gezeichnete Motive auf der Wand, projizierte Alltagsszenen und reale Objekte zu raumgreifenden Collagen. Aufgrund der verschiedenen Realitätsebenen sind ihre Installationen stets auch ein Spiel mit der Wahrnehmung des Betrachters: Die ima- ginären Räume treten in den realen architektonischen Raum über und verbinden sich zu einem vielschichtigen Raumspiel.

    Vollmond, 2008
    Videoinstallation (s/w, ohne Ton, Loop), 1 Bühne (Fenster, Bett), 1 Lampe / video installation (b/w, no sound, loop), 1 stage (window, bed), 1 lamp
    Bühne / stage: 380 x 398 x 170 cm, Bett / bed 149 x 73 x 80 cm, Unikat / unique
    Courtesy: Zilla Leutenegger; Galerie Peter Kilchmann, Zürich / Zurich

  • michaEla mEliÁn
  • Geboren 1956 IN MÜNCHEN (D)
    Lebt & arbeitet IN MÜNCHEN (D)



    DIORAMA, 2012


    Inwieweit werden Räume und Menschen durch ästhe- tische Inszenierung geprägt? Eine Lichtprojektion der Nürnberger Stadtlandschaft verwandelt Glasgefäße in die fragile Silhouette einer Stadt. Bezüge zur Selbstinsze- nierung im Nationalsozialismus in Form von Lichtspielen mit Flakscheinwerfern oder zu Filmen von Leni Riefenstahl werden in Michaela Meliáns assoziationsreicher Installa- tion spürbar.

  • isa mElshEimEr
  • Geboren 1968 IN NEUSS (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    0-HOUSES, 2012


    Verborgene, ungenutzte Resträume im städtischen Raum faszinieren Isa Melsheimer. Ausgehend von dem Roman „Der Schachtelmann“ (1973) des japanischen Autors Kôbô Abe, in dem der Protagonist in einem Karton lebt, entwirft sie eine raumbezogene Installation: Ein Vorhang verdeckt ein gläsernes Häusermeer und bildet einen unzugänglichen Restraum in dieser Stadtlandschaft wie auch in der Ausstellungshalle.

  • alicE münch
  • Geboren 1977 IN ULM (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    NACHTS BEI MIR, 2012


    Poetisch greifen Alice Münchs Werke ineinander, ob sie nun performt, zeichnet, fotografiert oder schreibt. Zur Aus- stellung „30 Künstler / 30 Räume“ zeigt Münch die Auf- führung „Nachts bei mir“, in der sie die Besucher auf eine Reise durch eine Erzählung über antike Mythen, Orte und menschliche Beziehungen einlädt. Anschließend bilden die Requisiten des Abends eine Installation.

  • KarstEn nEumann
  • Geboren 1963 IN WÜRZBURG (D)
    Lebt & arbeitet IN BETHANG (D)



    STRASSENBILD IN BETHANG, 2012
    ÜBERSICHTSPLAN BETHANG, 2012
    BETHANGBOXEN FÜR ÜBERSICHTSPLAN, 2012


    Der Konzept- und Aktionskünstler Karsten Neumann ist Gründer der Stadtutopie BETHANG, bestehend aus der Verschmelzung der benachbarten Städte NürnBErg,FürTH und ErlANGen. Mit Recycling-Strategien und Aktionen wie Straßenumbenennungen entwirft er eine gesell- schaftliche Utopie, in der aus der friedlichen Koexistenz verschiedener Kulturen, Religionen und Weltanschau- ungen eine neue Gesellschaft erwächst.

  • olaf nicolai
  • Geboren 1962 IN HALLE/SAALE (D)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    SHUTTER’S LULLABY, 2010


    Die begehbare Installation „Shutter’s Lullaby“ (2010) wirkt von außen wie ein geschlossener Raum. Erst beim Betreten eröffnet sich ihre Durchlässigkeit durch die klangvoll zur Seite schwingenden Perlschnüre. Diese überraschen- de, spielerische Variabilität des Raumes verweist auf das Interesse Nicolais an verschwimmenden, grenzübergrei- fenden Strukturen.

  • toBias rEhBErGEr
  • Geboren 1966 IN ESSLINGEN AM NECKAR (D)
    Lebt & arbeitet IN FRANKFURT AM MAIN (D)



    LITTLE VEGETARIAN ROOM, 2011


    In Tobias Rehbergers „Little Vegetarian Room“ (2011) ist das Rauchen explizit erlaubt! Durch einen bunt bedruck- ten Vorhang definiert er einen „Raum im Raum“, ein vege- tarisches Raucherkabinett, in dem gesellschaftliche Reg- lementierungen wie „Don’t eat meat“ oder „Don’t smoke“ keine Gültigkeit mehr besitzen und von Rehberger ad ab- surdum geführt werden.

    Little Vegetarian Room, 2011
    Klebefolie, Holz, Lack, Aluminiumvorhangschiene, Digitaldruck auf Dekostoff (Vorhang) / adhesive foil, wood, lacquer, aluminium curtain rail, digital print on deco fabric (curtain), Raum / room: ca. / approx. 350 x 300 x 150 cm, Bank / bench:60 x 40 x 240 cm
    Courtesy: Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt am Main

  • EGill sæBjörnsson
  • Geboren 1973 IN REYKJAVIK (IS)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    RECREATING THE WORLD AT THE SPEECH DESK, 2011/12


    Am Eröffnungsabend der Ausstellung „30 Künstler/30 Räume“ zeigt Egill Sæbjörnsson seine Performance „Recreating the World at the Speech Desk“, in der er die individu- elle „Lebensspanne“ eines Meschen thematisiert. Über imaginäre Zeitbrücken reist Sæbjörnsson schrittweise in die Vergangenheit um z.B. Napoleon treffen zu können. Spuren seiner Performance werden im Ausstellungsraum verbleiben.

  • Katerina Sedá
  • Geboren 1977 IN BRÜNN (CZ)
    Lebt & arbeitet IN BRÜNN-LÖSCH (CZ)



    NEDÁ SE SVÍTIT/YOU WIN SOME, YOU LOOSE SOME, 2012


    Sedás Arbeiten basieren auf der Verbindung von All- tagsbeobachtungen mit der kritischen Reflexion sozialer Strukturen. Der Bau einer gigantischen Autoproduktions- halle inmitten eines kleinen tschechischen Dorfes gab den Anlass zu einer Gruppe von Werken, die versucht, mittels künstlerischer Projekte Möglichkeiten zu finden, die entstandene räumliche und soziale Trennung des Dorfes zu überwinden.

  • santiaGo siErra
  • Geboren 1966 IN MADRID (ES)
    Lebt & arbeitet in MADRID (ES)



    VETERAN FACING THE CORNER, 2012


    In seinen teils provokanten Arbeiten richtet Santiago Sierra den Fokus auf soziale Räume, die von Repres- sion und Tabuisierung geprägt sind. In seinem aktuellen Projekt gewinnt er Kriegsveteranen dafür, sich mit dem Gesicht zur Wand in die Ecke eines Ausstellungsraums zu stellen. Als temporäre „living sculptures“ konfrontieren sie den Betrachter mit einem oftmals verdrängten Teil un- serer Realität.

  • vincEnt tavEnnE
  • Geboren 1961 IN MONTBÉLIARD (FR)
    Lebt & arbeitet in Berlin (D)



    OHNE TITEL, 2011; OHNE TITEL, 2011 OHNE TITEL, 2012; OHNE TITEL, 2012


    Vincent Tavennes vielschichtiges Werk umfasst auch skulpturale Textilobjekte in Form von Pavillons, Vorhängen oder Kugeln, die durch die Leichtigkeit des Materials und den Charakter des Provisorischen ein Gegenmodell zur statischen Architektur des Ausstellungsraumes erzeugen. Auch die Rauminstallation in der Kunsthalle Nürnberg bil- det eine filigrane Membran zwischen Innen und Außen, Sichtbarem und Unsichtbarem.

    Ohne Titel / Untitled, 2011 und Ohne Titel / Untitled, 2011
    Gefärbter Stoff (blau) / dyed fabric (blue) und gefärbter Stoff (schwarz-weiss) / dyed fabric (black and white), je ca. / approx. 320 x 1400 cm
    Ohne Titel / Untitled, 2012
    Stoff, Holz / fabric, wood, 360 x 360 x 360 cm
    Ohne Titel / Untitled, 2012
    Kunststoff / plastic, 23 x 23 x 5 cm
    Courtesy: Galerie Hammelehle und Ahrens, Köln/Cologne, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

  • rosEmariE trocKEl
  • Geboren 1952 IN SCHWERTE (D)
    Lebt & arbeitet IN KÖLN (D)



    S.H.E., 2000/05/10/12


    Rosemarie Trockel hinterfragt in ihrem vielfältigen Werk kritisch traditionelle Systeme und Rollenbilder. Die irri- tierende Installation „S.h.e.“ (2000/05/10/12) stellt die Rollenverteilung der Geschlechter zur Diskussion. Das animierte Kabinett konfrontiert die nährende, weibliche Natur in Form der milchspritzenden Projektion mit der als männlich geltenden Macht, vertreten durch den Ge- richtssaal.

  • tatiana trouvÉ
  • Geboren 1968 IN COSENZA (IT)
    Lebt & arbeitet IN PARIS (FR)



    UNTITLED, 2008; UNTITLED, 2010 AUS DER SERIE „REMANENCE“ UNTITLED, 2011; UNTITLED, 2011 AUS DER SERIE „INTRANQUILITY“ UNTITLED, 2008 AUS DER SERIE „DEPLOYMENTS“


    Tatiana Trouvés Installationen, Interventionen in die Raumarchitektur, großformatige Zeichnungen und Col- lagen kreisen um Themen wie Erinnerung, Interieur und Außenraum. Dafür entwickelt sie eigens für die jeweilige Ausstellung konzipierte Szenarien, die vielfach die vor- handene Architektur materiell verändern und eine At- mosphäre hin zum Rätselhaften und (Alp-)Traumhaften erzeugen.

    „Untitled“, 2011
    aus der Serie „Intranquility“
    Courtesy: Galerie Perrotin, Paris

  • florian tuErcKE
  • Geboren 1977 IN NÜRNBERG (D)
    Lebt & arbeitet IN NÜRNBERG (D)



    AUDIOBIKES 3.0, 2012 URBAN VIDEO PROJECTOR, 2010/11
    URBAN AUDIO – FAHRZEUG ZUR MUSIKALISCHEN PROBEENTNAHME, 2009 – 2012


    Florian Tuerckes Projekt „URBAN AUDIO“ erforscht seit 2005 weltweit das klangliche Repertoire des öffentlichen Raums. Verkehrslärm versetzt die Saiten seiner eigens konstruierten Instrumente in Schwingung, der Künstler zeichnet die entstehenden Klänge auf und mischt sie im Neuen Museum zu einer ortsspezifischen „Symphonie“. Mit den „AudioBikes“ im zumikon kann der Besucher die Klangtransformation live ausprobieren.